30er Zone umgesetzt – aber wie!

30er Zone ist nun endlich umgesetzt, dafür danke an alle, die das ermöglicht haben.

Allerdings wurde im Blättle „vergessen“ darauf hinzuweisen, dass gleichzeitig eine neue 40er Zone eingerichtet wurde. Somit ist dies sehr wahrscheinlich die komplizierteste und umständlichste Umsetzung einer 30er Zone im ganzen Land.

Ein Schild-Bürgermeister-Streich!

Die vielen Hinweise von der Bevölkerung und uns als GLG, dass es überall anders und einfacher geht, wurde von der Mehrheit offenbar bewusst ignoriert.

Jetzt haben wir kuriose Situationen: zB in der Bahnhofstraße sind nun innerhalb von weniger als 150m drei Zonenänderungen mit insgesamt 6 Temposchildern plus die anderen Verkehrsschilder.

Aber ja, wir haben jetzt eine 30er Zone, zumindest fast überall im Ortskern.
Wir bleiben dran, um vielleicht doch noch die Hans-Berchtold-Straße und die Kirlastraße in die 30er Zone aufzunehmen und diesen „Schild-Bügermeister-Schtreich“ im buchstäblichen Sinn des Wortes zu beheben.

Drei Zonen mit 6 Schilder innerhalb von weniger als 150m (30er Ende, 40er Beginn, 40er Ende, 30er Beginn, 20er – verdeckt durch Baum)

Gemeindevertretung – 15.9.2025

Hochwasserschutz – Das Versagen des Controllings

In der letzten Sitzung am 15.9. wurde ein Nachtragsvoranschlag beschlossen, der unter anderem wegen der Kostenüberschreitung beim Hochwasserschutzprojekt Örfla notwendig wurde. Da auch das Land Vorarlberg die versprochenen Förderungen nicht mehr jährlich zuschießt, sondern auf 3 Jahre streckt, muss die Gemeinde zusätzliche Mittel aufbringen. Zuvor wurde noch berichtet dass die Kostenüberschreitung zur Schätzung sehr groß sei – insgesamt rund 67% Mehrkosten! Die anwesenden Experten konnte zwar einige Erklärungen abgeben, aber von Kostenkontrolle kann hier keine Rede sein.

Für Götzis heißt das € 1.560.000,- statt € 935.000,- und somit (bis jetzt) um € 626.000,- mehr als geschätzt.

Irgendwie klemmt es mit dem Hochwasserschutz in Götzis, denn auch das Projekt Güllbach an der Rheinstraße, das eben erst fertiggestellt wurde, hat seine „Feuertaufe“ nicht bestanden, die Rheinstraße und der neue, erhöhte Radweg wurden wieder unter Wasser gesetzt. Der Fehler wurde gefunden: Die ausführende Firma hatte sich um 27cm vermessen und muss nun den Radweg um die fehlenden cm erhöhen (auf eigene Kosten).

Weiter kein Kies und offene Fragen

Ganz schön viel losgewesen – auch beim Kiesprojekt mit Altach. Es gibt eine neue Straße durch das Erholungsgebiet, es gibt staatsanwaltliche Untersuchungen gegen die ausführende Firma, es gibt eine neue Gesellschaft die „Kiesabbau Sauwinkel GmbH“ nur leider gibt es eines nicht – nämlich die die versprochenen Einnahmen aus dem Kiesabbau. Darauf warten wir dringend, denn unser nächstes Budget könnte diese Einnahmen – auch wenn sie durch die „Zukunftskooperation“ mit Altach um fast die Hälfte reduziert wurden – gut gebrauchen – dringend sogar. Aber davon ein anderes Mal.

Jetzt wurde die Verordnung Tempo 30 im Zentrum umgesetzt und alle Götznerinnen und Götzner können sich an den „Tafelwäldern“ bei den Kreuzungen der Hans – Berchtoldstraße mit ihren Querstraßen fragen, was denn nun jetzt wo eigentlich gilt. Falls es Wettbewerbe mit der Aufgabe – „wer hat an einer Kreuzung die meisten
Verkehrsschilder“ – gäbe, wäre Götzis mit diesen Lösungen sicher ganz vorn dabei.

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