Zwei Themen standen im Mittelpunkt der Sitzung am 21.09.2026: Einmal der Beschluss zur Umwidmung von Flächen aus dem Naturschutzgebiet für den Ausbau von Parkplätzen für das Bildungshaus St. Arbogast. Und zweitens unser Antrag, die Götzner Bevölkerung zeitnah über die ÖBB Pläne zum Umbau des Bahnhofs zu informieren.
Zu Arbogast:
Wir hätten uns erwartet, dass die Ergebnisse der Gespräche der Bürgerinitiative „St. Arbogast bewahren – Mobilität mit Maß“ mit Vertretern von Pfarre, Bruderschaft, Historikern und Bildungshaus – vor der Beschlussfassung zur Umwidmung berücksichtigt werden. Manfred Böhmwalder und Clemens Neuner gaben an, dass sich beim Projekt nichts ändert, nur die Idee, den Kirchplatz neu zu gestalten, dazukommt. Es sollten also alle geplanten Parkplätze mit der vollumfänglichen Umwidmung möglich gemacht werden. Und es wurde nicht darauf eingegangen, dass es noch adaptierte Pläne geben soll. Die sprichwörtliche „Katz im Sack“ zu kaufen und auf „Vorrat“ umzuwidmen war für uns keine Option. Es besteht kein Zeitdruck und der „Siloparkplatz“ soll laut BM Böhmwalder im nächsten Jahr mit den Querungen der Landesstraße umgesetzt werden, wie es im Straßen- und Wegekonzept schon längst beschlossen ist.
Daher haben wir der vollumfänglichen Umwidmung von Parkplätzen im Naturschutzgebiet auf Vorrat nicht zugestimmt.
Zum Antrag Bahnhof:
Keine Mehrheit fand unser Antrag, die Götzner:innen noch in diesem Jahr über den Bahnhofsumbau zu informieren. Seit den laufenden Baumaßnahmen im Bahnhofsbereich werden wir immer wieder zum Bahnhofumbau gefragt. Vor allem Bewohner:innen unter der Bahn, in Kommingen und auch in Mäder stellen die Frage, ob und wie die Verbindung für Fußgänger:innen und Radfahrer:innen realisiert werden soll. Eine solche Verbindung wurde der Bevölkerung schon bei der Schließung des Bahnübergangs 1983 versprochen. Die Pläne der ÖBB zu Bahnhofumbau und neuer Unterführung sind so gut wie fertig und unserer Meinung nach wäre es an der Zeit, einmal darüber zu umfassend zu informieren, auch wenn die Finanzierung noch nicht ganz ausverhandelt ist.
Fahrlässig ist für uns dabei die Haltung von Bürgermeister Böhmwalder. Einerseits betont er die Wichtigkeit des Bahnhofs genau in der geplanten Form UND gleichzeitig macht er später die Zusage überhaupt eine Verbindung zu bauen von der angeblich offenen Finazierung abhängig. Also kein JA und kein NEIN.
Wir fordern für die Menschen der Region, sich endlich klar zum wichtigsten Infrastruktuprojekt zu bekennen und Finanzierungsvarianten vorzulegen, die die Realisierung ermöglichen. Statt die Leistbarkeit in Frage zu stellen, müssen die Landesförderungen endlich fertig ausverhandelt werden. Und es sollten Finanzierungsmöglichkeiten inkl. Einnahmemöglichkeiten auf den Tisch. Oder denken ÖVP und Bürgerbewegung ernsthaft darüber nach, genau beim Bahnhof zu sparen und die einzige Durchfahrt zu schließen? Bei einer Finanzierung über 40 Jahre lassen sich auch große Projekte planen. Auch über Einnahmequellen wie zB Parkraumbewirtschaftung muss geredet werden. Da gibt es schon viele Beispiele und Ideen wie die 250.000 – 300.000,- pro Jahr (je nach Förderzusagen) hereinkommen könnten – Man muss sie nur sehen wollen.




