Neues aus der Gemeindevertretung 18.11.2013

Einige Anmerkungen zur Gemeindevertretungssitzung (18.11.2013) aus Sicht der GLG:

Der Bau zweier Mischwasserüberlaufbecken im Mösle und neben dem Hopbach (beim Hackschnitzellagerplatz) ist im Interesse der Gewässerreinhaltung unbedingt erforderlich. Im Jahre 2014 soll das Mösle-Becken, 2015 jenes beim Hopbach gebaut werden. Der Verbindungsweg Unterführung L 57-Mösleweg liegt im unmittelbaren Baubereich des Beckens im Mösle und muss verlegt werden.  Diese Verlegung sollte gleich dazu genutzt werden, das im unmittelbaren Nahbereich der Baustelle verlaufende geplante Teilstück der Landesradroute mit gefahrloser Querung der L 57 über eine Brücke zu realisieren. Landesradrouten werden zu 70% der Kosten vom Land gefördert.

Dazu haben wir folgenden Zusatzantrag gestellt:
Ergänzend zur Planung des Mischwasserüberlaufbeckens Mösle ist der Abschnitt der Landesradroute vom Mösleweg mit Brücke über die L 57 nordwärts der Bahn entlang bis zum bestehenden bahnbegleitenden Weg auf Höhe des Sonderberges zu projektieren. Dieser Radweg soll möglichst im Zuge des Baus des Beckens realisiert werden.

Mösle-Sonderberg-Weg
Radroutenteilstück und Lage des Mischwasserüberlaufbeckens Mösle.
(Dieses wird nach dem Bau wieder mit Erdreich überdeckt.)

Unser Antrag wurde an den Bau- und Raumplanungs- und den Mobilitätsausschuss verwiesen.

Entwicklung im Moosfeld:
MoosfeldKonzept
Ein Vorschlag einer möglichen weiteren Entwicklung des Moosfeldes (Büro stadtland)

In diesem Zusammenhang haben wir gemeinsam mit Reinhard Rüf (SP) betont, dass keinerlei zwingende Notwendigkeit besteht, auch den letzten größeren unverbauten Fleck (Bauerwartungsland) in Götzis zusammenzulegen und in der Folge zu verbauen – also am besten derzeit und möglichst lange keine Umlegung!
Eventuell wird es allerdings notwendig, zunächst einen Kindergarten im Gebiet zu bauen und im Weiteren möglicherweise auch eine Volksschule. Im Papier des Raumplanungsbüros ist auch von der Notwendigkeit von ausreichenden Spielflächen die Rede. Es müsste also wenigstens planerisch fixiert werden, wo dieses Ortsteilzentrum Götzis-Nord mit den erwähnten Einrichtungen situiert wird. Für den Kindergarten würde vermutlich der gemeindeeigene Grund westlich des Knicks der L 57  (auf dem Plan sind 3 Baukörper angedeutet) ausreichen, sodass vorläufig nichts umgewidmet werden muss. In der weiteren Folge sind aber dann noch die VS und Spielflächen nötig, die dann auf der gegenüberliegenden Seite der L 57 lägen. Die L 57 ( auch mit viel LKW-Verkehr (Loacker-Recycling)) würde das Ortsteilzentrum Nord trennen und weitgehend entwerten – wie der sprichwörtliche „Elefant im Porzellanladen“.
Ich habe deshalb gefordert, man müsse die Situierung des gesamten Ortsteilzentrums Nord planerisch festlegen. Dieses kann sinnvollerweise fast nur im seit langem geplanten Bereich liegen. Das heißt, dass mittelfristig die L 57 verlegt werden muss (schon lange geplante Trasse unmittelbar oberhalb der Geländekante mit lärmdämmender Absenkung, welche auch die „Grünachsen“-Brücke und damit eine vollkommen gefahrlose Querung der L 57 ermöglicht.)
Es ist allerdings zu befürchten, dass die ÖVP keinerlei Diskussion über die L 57 mehr zulassen will und lieber dem Drängen einiger (nicht aller) Grundbesitzer und der Baulobby nachgibt und weitgehend konzeptlos drauflosbauen lässt.
Man müsste zumindest nochmals  eine ausführliche, grundlegende Diskussion  mit den Grundbesitzern und allen Bewohnern im betroffenen Gebiet Götzis-Nord  führen.

„Feststellung der Mehrkosten des neuen Feuerwehrhauses und Kostenersatz durch die Verursacher“ (Antrag der SP/PF):

Wir haben einen eigenen Antrag vorbereitet:

Nachdem die Beachtung von Zweckmäßigkeit, Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit beim Bau des neuen Götzner Feuerwehrhauses sehr unterschiedlich bewertet wird, ersucht die Gemeindevertretung Götzis den Landesrechnungshof um Prüfung dieses Baues.

Die ÖVP ist uns etwas überraschend mit ihrem eigenen Antrag auf Rechnungshofprüfung (mit angeschlossener Begründung aus ihrer Sicht) zuvorgekommen, worauf wir unseren Antrag als Zusatzantrag eingebracht haben. Der ÖVP geht es ja vor allem darum, ihre spekulative Hoffnung, die angeblich versprochenen 200 Arbeitsplätze, besonders zu gewichten, während unser Antrag auch auf das fragwürdige Plan-Kopieren ins Moos mit allen kostspieligen Konsequenzen abzielt. Die ÖVP meint in ihrem Antrag, eine verantwortungsvolle Fraktion müsse unter Einbezug aller Faktoren entscheiden. Dass der letzte Fußballplatz im Hauptsiedlungsgebiet ersatzlos eliminiert wird, kommt in ihrer Gesamtschau allerdings nicht vor.

Wir haben für den ÖVP-Antrag gestimmt, weil damit die Chance auf eine RH-Prüfung eher steigt und sich der RH vermutlich nicht darauf beschränken wird, das Luftschloss „Huber-Europazentrale“ zu gewichten, sondern die ganze Angelegenheit prüft.
Unser Zusatzantrag wurde von ÖVP und F abgelehnt und natürlich in der Presse nicht erwähnt (Ausnahme vol.at).

Die Einführung der Papiertonne ist zu begrüßen,  nachdem alle bekannten Erfahrungen aus Gemeinden, die bereits umgestellt haben, positiv sind. Zu überlegen ist, ob auf die eine oder andere Sammelstelle ganz verzichtet werden kann.
Vermutlich wird in naher Zukunft auch die Frage eines regionalen Wertstoffhofes (denkbar neben dem Grün“müll“-Platz) zu entscheiden sein.

Huber enttäuscht über HUBER

Mit Vollgas und ohne Rücksicht auf Verluste wurde von der absoluten ÖVP- Mehrheit in Götzis über ein Jahr lang die Ansiedlung der HUBER „Europazentrale“ forciert. Jetzt nach der Absage seitens der Firma HUBER zeigt sich Bgm. Huber enttäuscht. Das ist leider entschieden zu wenig! Unsere Gemeinde geht leer aus, hat nicht umkehrbare Fehlentwicklungen und die stark überhöhten Kosten zu tragen.
Die Grüne Liste Götzis beantragt nun erneut die Umwidmung des vorgesehenen Baugrundstücks beim Garnmarkt in eine Grün-, Sport- und Spielfläche.

Das neue Götzner Feuerwehrhaus wurde bekanntlich von der absoluten Mehrheit der ÖVP in der Gemeindevertretung nach jahrelangen, sorgfältigen Planungen und bereits erfolgtem Baubeginn am Bauplatz beim Garnmarkt überfallsartig auf den Sportplatz im Moos transferiert. Wir (Grüne Liste Götzis und SP/PF) haben uns von Anfang an vehement dagegen gewehrt.

Einziger von Bgm. Huber genannter Grund für die Verpflanzung des FW-Hauses:
Großer wirtschaftlicher Vorteil durch Ansiedlung der „Europazentrale“ der Firma HUBER Tricot auf dem Grundstück beim Garnmarkt mit bis zu 200 Arbeitsplätzen und jährlichen Kommunalsteuereinnahmen in der Größenordnung von 200000 €.

Dafür wurde von der Mehrheit in Kauf genommen:

  • Ersatzlose Eliminierung des Sportplatzes Moos, des einzigen Fußballplatzes im Hauptsiedlungsgebiet
  • Massiv überhöhte Baukosten, weil das Garnmarkt-Projekt einfach ins Moos kopiert wird, wo ganz andere Standortbedingungen herrschen.
  • Keine Gesamtplanung des wichtigen Areals im Moos mit Volksschule, Kindergarten, Spiel- und Sportflächen
  • Das Feuerwehrhaus wird aus der einsatztechnisch (und von der symbolischen Wirkung her) optimalen Lage beim Zentrum an den Ortsrand geschoben.
  • Das politische Klima im Ort wird vergiftet, weil die Götzner Bevölkerung mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln von der Entscheidung der Standortfrage ausgeschlossen wird (Ablehnung einer Petition, des Antrags auf Volksbefragung und Abwürgen des Volksabstimmungsantrages) und mit dem sofortigen Baubeginn nicht umkehrbare Fakten geschaffen werden.
  • Das politische Klima in der Region wird belastet, weil viele Arbeitsplätze von Mäder nach Götzis wandern sollen.

Der Traum vom großen Geld ist nun jäh zerplatzt, die HUBER Holding (chinesischer Inhaber) hat den Bau der „Europazentrale“ definitiv abgesagt.
Den Schaden trägt die gesamte Götzner Bevölkerung.

Die absolute ÖVP-Mehrheit erweist sich als Belastung für Götzis!

Garnmarkt_leer

In der nächsten Gemeindevertretung am 23.9.13  wird die Grüne Liste Götzis jenen (abgelehnten) Antrag auf Umwidmung des früheren FW-Haus-Grundstücks beim Garnmarkt erneut stellen, den wir bereits im November des Vorjahres eingebracht haben (siehe Anhang).

Das Grundstück soll als Grün-, Sport- und Spielfläche gewidmet werden.

Bislang übersieht die Mehrheit in der GV völlig, dass eine gute städtische Entwicklung mit zunehmender baulicher Dichte öffentliche Grün-, Spiel- und Sportflächen erfordert, die am Garnmarkt nicht vorhanden sind. Eine  gestaltete Grünfläche (Park, Sport-, Spielfläche) kann zudem einen sehr guten Übergang vom Garnmarkt zum länger bestehenden Siedlungsgebiet herstellen. Zugleich ermöglicht eine derartige Anlage Kommunikation und Aufeinanderzugehen von bereits länger ansässiger und neu zugezogener Bevölkerung und schafft ein Mehr an Qualität für alle Bewohner und Nutzer des Garnmarkts (auch für den  Kindergarten und das betreute Wohnen).

Kurz-Park-Zone am Garnmarkt

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Mit grünem Rasenteppich und Liegestühlen verwandelte die GLG heute am Garnmarkt die Flanierzone kurzfristig in einen kleine Park.
Anlass war die Radeltour der Landesgrünen die Station in Götzis machten. Die GLG nutzte die Gelegenheit, PassantInnen und Geschäftstreibende am Garnmarkt zu Fragen, was sie von einer Fußgängerzone am Garnmarkt halten. Und es gab große Zustimmung für eine sofortige Fußgängerzone – es wurde eher verwundert zurück gefragt, warum diese noch nicht umgesetzt sei. Die Grüne Liste Götzis wird diese Frage gerne auch bei der kommenden Gemeindevertretungssitzung an den Bürgermeister weiter leiten und wir werden uns wiederholt dafür einsetzen , dass die Fußgängerzone sofort umgesetzt wird.

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Diskussion um Kreuzung L58 / Steinbuxstraße

Im VN-Forum wird zur Zeit ein Beitrag von Walter Heinzle diskutiert.
Hier findest du den letzten Beitrag von Walter Heinzle der heute im Forum gepostet wird und die darin erwähnten Details und Pläne:

 

Absolute Mehrheit ist eine Belastung für Götzis!

Der Rechnungsabschluss 2012 lässt aus Sicht der GLG nur wenig positive Schlüsse zu. Nur die Mehreinnahmen bei den Steuern sind erfreulich. Dass das Ergebnis zahlenmäßig besser als veranschlagt ist, wurde aber auch nur durch Versäumnisse bei der Umsetzung von Vorhaben erreicht.

Die Ereignisse um das Feuerwehrhaus haben das Jahr 2012 beherrscht. Und die Bilanz aus den Ereignissen ist aus Sicht der GLG ein Fall für den Rechnungshof.

Die ÖVP-Mehrheit stellt teilweise auch kurzfristige und unsichere wirtschaftliche Vorteile stets vor eine vorsorglich agierende, auf eine gesamthaft gute Entwicklung abzielende Gemeindepolitik. Bei Bedarf wird nicht mehr argumentiert, sondern mit der Brechstange vorgegangen.  Wir müssen feststellen: Diese  absolute Mehrheit ist eine Belastung für Götzis!

Lesen Sie die ganze Stellungnahme von Walter Heinzle

 

Rechnungsabschluss 2012 GLG

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